Leben im Wechsel der Jahreszeiten

Leben im Wechsel der Jahreszeiten

Im Einklang mit der Natur – Fokussieren

Der Winter mag scheiden, der Frühling vergehn, der Sommer mag verwelken, das Jahr verwehn.
Solveigs Lied aus Per-Gynt-Suite

 

Erdbeeren im Winter, Sommertemperaturen das ganze Jahr über dank Heizung: Durch Technik und Globalisierung sind wir in unserer Lebensweise vollkommen von den Jahreszeiten unabhängig. Wer jedoch bewusster leben möchte, sollte auf die Natur hören und seinen Lebensrhythmus dem natürlichen Zyklus angleichen.

Im Frühjahr erwacht die Natur. Das gilt auch für den Menschen. Die lichtabhängigen Glückshormone Dopamin und Serotonin werden vermehrt ausgeschüttet: Wir fühlen uns energievoller. Zeit, sich draussen zu bewegen, Pläne zu schmieden und Schritte zu deren Umsetzung zu machen.

Im Sommer sorgt das Maximum an UVB-Strahlen für vermehrte Vitamin-D-Produktion: Der Stoffwechsel wird angeregt, wir erreichen im Jahreszyklus unseren Aktivitätshöhepunkt. Zeit also zum Auspowern beim Schwimmen oder Radeln. Wichtig: An Entspannungsmomente denken und auch mal am See oder im Park „chillen“.

Der Herbst ist die Zeit der Ernte und des Abschieds vom Sommer. So schalten auch wir im Lebenstempo einen Gang zurück. Wie wäre es jetzt gleich mit einer Kürbissuppe mit Ingwer und frisch ausgepresstem Organgensaft zur Stärkung des Immunsystems?

Im Winter ruht die Natur. Zeit, in sich zu gehen und Resümee zu ziehen. Geben Sie ruhig dem Bedürfnis nach Ruhe und Wärme nach und rücken Sie mit Familie und Freunden enger zusammen.

Wenn wir unseren Lebensstil an die Natur angleichen, leben wir gesünder und energievoller.

Ich wünsche eine angenehme Herbstwoche, vielleicht reicht es ja für eine leckere Kürbissuppe mit Ingwer!

 

Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

Sie sind Teil der Natur

Sie sind Teil der Natur

Haben Sie nie bemerkt, dass die Leute draussen am offenen Meer einen besonderen Menschenschlag bilden?
Henrik Ibsen

 

Auf den eigenen Rhythmus achten – Fokussieren

So wie die Natur sich im Wandel der Jahreszeiten verändert oder Ebbe und Flut sich ständig wiederholen, genauso haben auch wir einen inneren Rhythmus. Jeder Mensch hat seinen eigenen und es täte uns gut, die Aktivitäts- und Ruhephasen danach auszurichten. Doch meist hält uns unser durchgeplanter Alltag davon ab.

7151892705_64b55c0759_oErforschen Sie Ihre innere Uhr, indem Sie zum Beispiel im Urlaub versuchen herauszufinden, zu welchen Tageszeiten Sie besonders gut denken oder etwas tun können.

Eulen und Lerchen – so bezeichnet man Langschläfer und Frühaufsteher. Nach heutigem Wissensstand scheint es genetisch bedingt zu sein, ob wir eher abends geistige Höchstleistungen bringen können oder morgens munter sind.

Beobachten Sie sich eine Zeit lang genau und versuchen Sie dann, soweit es geht, Ihren Tagesablauf so umzustrukturieren, dass Sie Ihre Hoch-Zeiten am besten nutzen können.

Gehen Sie regelmässig spazieren, wenn Sie als Langschläfer das Gefühl haben, permanent müde zu sein. Denn Sonnenlicht drosselt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und kurbelt die Vitamin-D-Produktion an, die unter anderem für gute Laune verantwortlich ist!

Akzeptieren Sie Ihren sogenannten Chronotypus: Sie sind nun mal eine Eule oder Lerche, denn den natürlichen Rhythmus kann man nicht grundlegend verändern. Versuchen Sie, besser damit leben zu lernen, damit Sie auch weiterhin leistungsfähig und gesund bleiben.

Ich wünsche eine tolle und farbenfrohe Herbstwoche!

 

Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

Gönnen Sie sich einen Traum

Gönnen Sie sich einen Traum

Man träumt nicht mehr so schön, wenn man erwachsen ist.
Knut Hamsun

 

Träume geben Kraft – Entspannung

Die moderne Schlafforschung hat gezeigt, dass wir im Traum unsere Tageseindrücke verarbeiten und sortieren, manchmal auch Probleme wälzen und Lösungen erträumen. Wie gelingt es uns, zu träumen und unsere Träume zu nutzen?

5492971031_5655380b8c_bWichtig fürs Träumen ist der Tiefschlaf. In der sogenannten REM-Phase (Rapid Eye Movement), in der sich die Augen automatisch bewegen, regenerieren sich Körper und Geist am stärksten. Egal, ob Sie insgesamt fünf oder zehn Stunden schlafen: Drei bis vier Stunden Traumschlaf sollten sein, damit Sie sich beim Aufwachen ausgeruht fühlen.

Träume zeigen uns manchmal Richtungen oder Lösungen auf, an die wir nie gedacht hätten – wenn wir uns erinnern! Schreiben Sie also Ideen gleich nach dem Aufwachen auf. Doch selbst wenn Sie sich nicht aktiv erinnern, geben Ihnen die Träume unterschwellig ein positives Gefühl nach dem Motto: Es gibt eine Lösung und ich komme schon drauf.

Nutzen Sie den Priming-Effekt. Wenn Sie etwas lernen möchten, so beschäftigen Sie sich kurz vorm Schlafengehen noch einmal mit dem Thema. Am nächsten Morgen frischen Sie die Materie intensiv auf und haben einen grossen Lernerfolg, denn im Schlaf wurde der Inhalt für das Lernen so vorbereitet, dass das Behalten leichter fällt.

Kleine Tagträume über den Tag verteilt sorgen für einen Kurzurlaub des Gehirns: Mit einer Erinnerung an den letzten Urlaub, an ein lustiges Erlebnis oder eine berührende Filmszene können Sie sich jederzeit in Stimmung bringen.

Ich wünsche eine verträumte Woche!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

 

Sagen Sie öfters einmal Danke

Sagen Sie öfters einmal Danke

Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.
Schwedisches Sprichwort

Loben und Bedanken richtig gemacht – Fokussieren

Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal ein richtig schönes Lob gehört? Und wann haben Sie das letzte Mal jemanden gelobt? Leider kommt dies im Alltag oft etwas zu kurz. Dabei ist ein herzliches Dankeschön und ein aufrichtiges 6426941701_9a4151844c_zLob ein kleiner Aufwand mit grosser Wirkung.

Das Belohnungssystem im Gehirn springt an und Endorphine (körpereigene Opiate) werden ausgeschüttet, wenn wir für unser Tun ein Lob erhalten. Dadurch fühlen wir uns bestätigt und glücklich. Bei Kritik dagegen verknüpft das Gehirn die Tätigkeit mit Bestrafung. Daher lernen wir besser durch positive Verstärkung.

Lob und Dank kommen dann besonders gut an, wenn wir dem anderen direkt in die Augen sehen und konkret den Anlass nennen.

Loben und bedanken Sie sich öfter für Dinge, die gut funktionieren. Besonders dann, wenn etwas reibungslos läuft, vergessen wir leicht, es anzuerkennen. Dabei ist gerade die Anerkennung für jeden die Motivation weiterzumachen.

Denken Sie also das nächste Mal, wenn jemand für Sie ein Essen kocht, an der Kasse freundlich Ihre Waren abrechnet oder Sie in einem Restaurant zuvorkommend bedient, an ein lobendes Dankeschön. Das ist für Sie ein Leichtes und kann diesem Menschen den ganzen Tag verschönern.

Manche haben Bedenken, dass der andere bei zu viel Lob und Dank faul oder arrogant wird. Doch das Gegenteil ist der Fall! Wir können gar nicht genug danken und loben, denn Anerkennung brauchen wir wie die Luft zum Atmen.
Ich wünsche eine fröhliche Woche voller Wertschätzung für sich und andere!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

Gut Schlafen

Gut Schlafen

Wenn man schlafen geht, sollte man die Sorgen in die Schuhe stecken.
Schwedisches Sprichwort

 

Entspannt ruhen und regenerieren – Entspannung

Nach einer erholsamen Nacht ausgeruht und fit in den Tag zu starten ist ein wunderbares Gefühl. Doch Lärm und Stress sorgen dafür, dass immer mehr Menschen an Schlafstörungen leiden. Dabei brauchen wir zwischen sieben und neuen Stunden Schlaf, um unsere geistigen und körperlichen Kräfte zu regenerieren.

7787096102_77a1dbc6cf_zNur wer eine positive Einstellung zum Schlafen hat, schläft auch gut. Sollten Sie Nachtruhe als vergeudete Zeit empfinden, wird’s Zeit zum Umdenken: Ein ausgeruhter Kopf kann viel besser denken, ein erholter Körper hat wieder Energie.

Heisse Milch mit Honig tranken schon Oma und Opa, aber Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Milch durch das enthaltene Kalzium tatsächlich beruhigt.

Die richtige Umgebung ist wichtig. Kühle Farben im Schlafzimmer wie Blau oder Grau wirken beruhigend. Die ideale Raumtemperatur beträgt nicht über 18 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 45 und 55 Prozent liegen. Wichtig ist auch eine rückenfreundliche Matratze.

Finden Sie Ihren eigenen Biorhythmus, der alle 90 Minuten von Aktivität zu Ruhe und zurück wechselt. Sollten Sie schlaft schlafen, probieren Sie aus, 30 Minuten früher ins Bett zu gehen oder 30 Minuten später aufzustehen. Vielleicht gehen Sie einfach zu früh oder spät ins Bett, stehen zu früh oder spät auf.

Ausserdem gilt die 3-Stunden-Regel: Drei stunden vorm Schlafengehen keinen Alkohol, keinen Kaffee und keine grössere Mahlzeit.

Ich wünsche eine entspannte Woche!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München