Mutig sein

Mutig sein

Mut beruht vor allem auf dem Willen, ihn zu haben.
Ellen Key

 

Sich für andere einsetzen – Empowerment

Es gibt viele glückliche Momente im Umgang mit anderen Menschen. Zu einem guten Zusammenleben gehört aber auch, uns in Krisensituationen für andere einzusetzen. Doch das ist nicht so einfach: Viele Mensch trauen sich nicht, einzugreifen oder die Meinung zu sagen, aus Angst, sie schaden sich selbst. Wie können wir Schritt für Schritt mutiger werden?

3186050376_a0f9ed16b8_bEntscheiden Sie sich bewusst dafür, ab jetzt öfter für andere einzustehen. Streichen Sie den Satz: „Da kann ich nichts dran ändern“ und ersetzen Sie ihn durch: „Ich kann etwas bewirken!“.

Fangen Sie mit Kleinigkeiten an. Fragen Sie zum Beispiel nach, ob Sie Ihrer gebrechlichen Nachbarin etwas vom Einkauf mitbringen können. So können Sie das Leben anderer bereichern.

Machen Sie sich stärker. Haben Sie zum Beispiel Angst, vor anderen Menschen zu sprechen, könnte Ihnen ein Rhetorikkurs mehr Sicherheit geben. Bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit können Sie lernen, auf andere zuzugehen und sich für sie stark zu machen. Ganz unmerklich bekommen Sie dadurch mehr Selbstwertgefühl – was Sie wieder stärker für die nächste Aufgabe macht.

Mutig sein heisst nicht automatisch, allein Probleme zu lösen. Hat zum Beispiel Ihr Kind Lernschwierigkeiten, können Sie sich mit anderen Eltern zusammentun und Nachhilfe organisieren.

Rückgrat zu beweisen bedeutet nachzudenken, eine Lösung zu finden und dann entschlossen aktiv zu werden – Schritt für Schritt.

Ich wünsche eine kraftvolle Woche voller Selbstvertrauen!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH,

Legen Sie sich ein dickes Fell zu

Legen Sie sich ein dickes Fell zu

Daran konnte man sehen, dass sie eine wirkliche Prinzessin war, da sie durch die zwanzig Matratzen und die zwanzig Eiderdaunendecken die Erbse gespürt hatte.
Hans Christian Andersen

 

Mit zu vielen Reizen umgehen können – Entspannung

Robben haben zum Schutz vor Auskühlung unter der Haut eine dicke Fettschicht. Für sie ist es überlebenswichtig, sich gegen Kälte abzuschirmen. Im übertragenen Sinne ist es auch für uns sinnvoll, uns eine psychische Fettschicht zuzulegen, die uns vor Reizüberflutung und seelischen Verletzungen schützen kann.

SONY DSCSorgen Sie für erholsamen Schlaf, wenn Sie sehr gestresst sind: keine überflüssigen Dekorationen und kein TV im Schlafzimmer, die Ihr Gehirn aktivieren und vom Schlafen abhalten könnten.

Dosieren Sie Ihre Empathie. Es ist schön, wenn Sie sich gut in Ihre Mitmenschen einfühlen können – aber zerfliessen Sie nicht vor Mitleid. Und grenzen Sie sich gegen notorische „Jammerer“ ab, die Sie als seelischen Mülleimer benutzen.

Üben Sie progressive Muskelentspannung. Setzen Sie sich aufrecht hin. Nun ballen Sie die Hände zu Fäusten und halten die Spannung etwa 5 Sekunden. Dann lassen Sie locker und schütteln die Hände aus. Sie können nacheinander alle Muskelgruppen anspannen und nach 5 Sekunden wieder entspannen.

Beginnen Sie bei den Füssen, indem Sie die Zehen einkrallen, spannen Sie dann die Beine an, dann Hände, Arme, Bauch, Brust, Schulter und zuletzt den Kopf, indem Sie die Zähne zusammenbeissen. Spüren Sie den Unterschied zwischen An- und Entspannung?

Lernen Sie vor allem, „Nein“ zu sagen: Nicht jeder muss Sie lieben. Das macht Sie fit bei Beleidigungen & Co., denn Sie können sich besser behaupten.

Ich wünsche eine spannende Woche!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

Respektvolles Miteinander

Respektvolles Miteinander

Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich auf unsere Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.
Hermann Joachim Bang

 

Besser mit dem Gegenüber umgehen – Entspannung

Im hohen Norden sind gerade in der dunklen Jahreszeit die Menschen aufeinander angewiesen: Die Häuser liegen weit auseinander, der nächste Arzt oder Supermarkt ist oft nur nach langer Fahrt zu erreichen. Da ist es besonders wichtig, Verstimmungen konstruktiv zu lösen, um ein entspanntes Miteinander zu erreichen. Mit dem BANK-Modell können Sie dies auch in Ihrem Umfeld umsetzen.

6836936038_6af5ec025c_zAngenommen, Ihre Familie räumt nach dem Essen nie das benutzte Geschirr ab – und das ärgert Sie. Was können Sie tun, ohne Familienkrach?

Beschreiben Sie nur das sichtbare Verhalten der anderen, das Sie stört, aber lassen Sie die Personen unangetastet: „Ihr lasst nach dem Frühstück immer das Geschirr stehen!“

Erklären Sie, welche Auswirkungen das Verhalten auf Sie hat: „Ich fühle mich wie eure Hausangestellte und ärgere mich darüber!“

Nennen Sie Veränderungswünsche: „Bitte nehmt nach dem Frühstück das Geschirr mit in die Küche und stellt es in den Geschirrspüler!“

Und welche Konsequenzen diese Veränderung auf Sie hätte: „Ich fühle mich respektvoller von euch behandelt und ärgere mich nicht über euch!“

Dieses Modell lässt sich auf alle Lebensbereiche, also auch Job oder Freundschaften, übertragen.

Verzichten Sie bei Konflikten auf Anklagen oder gar Beleidigungen. Dann fühlt sich Ihr Gegenüber nicht als Person angegriffen und ist eher bereit, Ihnen zuzuhören und entgegenzukommen – so entspannen Sie aktiv die Situation.

Ich wünsche eine von Achtsamkeit geprägte Woche!
Quelle: Annika Lohstroh / Michael Thiel – Die Kraft der Klarheit – Gedanken, Anregungen und Übungen für 52 Wochen. ISBN: 978-3-8338-2834-8, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München