Was hast du bisher von der Liebe erfahren?

Was hast du bisher von der Liebe erfahren?

Die meisten Erfahrungen sind
älter als deine Beziehung.

Diese Woche werden wir noch konkreter. Wir machen eine Bestandsaufnahme deiner bisherigen Beziehungen. Erinnere dich an deine erste Liebe. In dieser Zeit wurden viele Weichen für die künftigen Partnerschaften gestellt. Erinnere dich auch an deine späteren Partnerschaften. Jede dieser Partnerschaften hat Spuren hinterlassen. Sehr oft sind es Spuren, denen wir noch heute folgen.

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Minute 1-5:
Beantworte folgende Fragen: Von meiner ersten Liebe habe ich Folgendes gelernt…
– Was hat mir wehgetan?
– Was hat mir gefallen?
– Was habe ich für meine weiteren Beziehungen mitgenommen?
– Was möchte ich wieder erleben?
– Was war angenehm? Was war wunderschön?
– Was war aussergewöhnlich?
– Woran denkst du noch heute gerne zurück?
Beantworte diese Fragen auch für alle anderen bisherigen Beziehungen.

Minute 6:
Betrachte deine Liste. Das alles bist du. Jede Rolle erfordert andere Fähigkeiten und Talente.

Tipp:
So manche unserer Erwartungen haben sich sicherlich auch schon in der einen oder anderen früheren Partnerschaft erfüllt.
Betrachten wir die Liste unserer Befürchtungen, dann werden wir wahrscheinlich feststellen, dass ebenfalls ein Grossteil davon in unseren Partnerschaften eingetroffen ist.
Das ist der eigentliche Punkt: Unsere Erwartungen und Befürchtungen sind durch die Erfahrungen, die wir gemacht haben, entstanden.
Was wir von der Liebe erwarten, hat also ganz viel damit zu tun, wie unser Umfeld gebaut ist.

 

Quelle: Pierre Franckh – Erfinde dich neu in 6 Minuten täglich – ISBN: 978-3-442-34165-8, Arkana Verlag, München

Was erwartest du Negatives von der Liebe?

Was erwartest du Negatives von der Liebe?

Es ist immer die
Betrachtungsweise,
die uns lieben oder leiden lässt.

Nun wissen wir also, was wir Positives in der Liebe erwarten.
Häufig trauen wir aber der Liebe nicht mehr. Zu oft wurden wir verletzt.
Oder wir haben Sorge, es könnte zu schön werden, und wir würden dann einen erneuten Verlust nicht verkraften. Diese Angst vor Liebesverlust blockiert uns manchmal so sehr, dass wir uns vor der Liebe verschliessen. Entweder wir verhindern unbewusst eine neue Liebe, oder wir können – oder wollen – uns auf unsere bestehende Liebesbeziehung nicht wirklich einlassen.

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Minute 1-5:
Schreibe in dieser Liste auf, was du Negatives von der Liebe erwartest.
Was befürchtest du? Was willst du nie wieder erleben? Welchen Kummer möchtest du nicht mehr erfahren? Auf welche „Überraschungen“ möchtest du gerne verzichten?

Minute 6:
Lies deine Aufstellung noch einmal. Fehlt noch etwas?

Tipp:
Es kann sehr hilfreich sein, einmal zu betrachten, ob die negativen oder die positiven Erwartungen überwiegen.
Je öfter du dich mit diesen beiden Listen beschäftigst, desto klarer definierst du für dich, was du willst und was du nicht willst.
Richte aber dein Augenmerk hauptsächlich auf die Dinge, die du in deinem Leben haben möchtest. Denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit – das, womit du dich am meisten beschäftigst, wird einen wichtigen Platz in deinem Leben einnehmen.
Also: was soll hauptsächlich in deinem Leben geschehen? Das Positive? Oder das Negative?

 

Quelle: Pierre Franckh – Erfinde dich neu in 6 Minuten täglich – ISBN: 978-3-442-34165-8, Arkana Verlag, München

Was erwartest du Positives von der Liebe?

Was erwartest du Positives von der Liebe?

Liebe dich selbst, dann kannst du
auch deinen Partner lieben.

Jede Beziehung gestaltet sich vollkommen unterschiedlich, denn natürlich hat jeder von uns ganz bestimmte Vorstellungen von der Liebe und der Art, wie er seine Partnerschaft gerne führen möchte. Lass uns einmal anschauen, wie dein ganz persönlicher Blickwinkel auf die Liebe ausgerichtet ist. Liebe ist für mich …

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Minute 1-5:
Liste auf, was du alles von der Liebe erwartest: Wonach sehnst du dich? Was möchtest du dort alles erleben? Wie soll sie für dich sein? Was soll sie darstellen? Was soll sie dir erfüllen? Sei so genau und ausführlich wie möglich.
Auch kleine Details können sehr wesentlich sein.

Minute 6:
Lies deine Aufstellung erneut durch. Vielleicht möchtest du noch etwas hinzufügen?

Tipp:
Stelle dir die Frage: „Was erwarte ich Positives von der Liebe?“, sooft es geht.
Je öfter du dich damit beschäftigst, desto klarer definierst du für dich, was du wirklich willst. Ausserdem macht es Spass, all die wundervollen Aspekte der Liebe, all die freudigen Erwartungen aus uns heruszukitzeln.
Wir sollten aber wissen, dass alle diese Erwartungen immer nur unserer Idealvorstellung von einer Partnerschaft entsprechen.
Denn wenn du dich danach sehnst, können wir davon ausgehen, dass du vieles davon im Moment nicht erlebst.
Viele deiner Erwartungen werden also nicht erfüllt. Und das hat einen Grund.
Diesen Grund werden wir uns mit der Übung der nächsten Woche ansehen.

 

Quelle: Pierre Franckh – Erfinde dich neu in 6 Minuten täglich – ISBN: 978-3-442-34165-8, Arkana Verlag, München

Was brauche ich in der Liebe?

Was brauche ich in der Liebe?

Die Liebe ist immer frei!

Wir verwechseln Liebe sehr oft mit dem Bedürfnis, etwas zu brauchen.
Wenn wir aber etwas brauchen, haben wir keine Wahl. Wenn wir etwas brauchen, sind wir abhängig.
Etwas brauchen ist genau das Gegenteil von Liebe. Die Liebe ist immer frei. Sie ist unabhängig. Sie entsteht, sie kommt, und sie kann auch wieder gehen. Die Liebe ist ein Gefühl, das zwischen zwei Menschen entsteht, wenn es keinen Zwang gibt. Die Liebe ist Hingabe.

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Minute 1-5:
Schreibe alle Bedürfnisse auf, die du in der Liebe brauchst.
Willst du oft gesagt bekommen, wie sehr man dich liebt?
Soll dein Partner dich immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten überraschen?
Brauchst du Beweise seiner/ihrer Liebe?
Sind es bestimmte Worte? Gesten? Rituale?

Minute 6:
Lies diese Liste aufmerksam durch.
Hör dir selbst ganz genau zu – betrachte dich wie einen guten Freund, der dir sagt, wie du funktionierst.

Tipp:
Beobachte in den nächsten Tagen dein Verhalten. Was sagt dein Gefühl? Wie sehr brauchst du Beachtung? Was tust du alles, um geliebt zu werden? Gibt es in dir noch den kleinen Jungen/das kleine Mädchen, die sich ständig daran erinnern, deinen unbewussten Mangel zwanghaft ausgleichen zu wollen?

 

Quelle: Pierre Franckh – Erfinde dich neu in 6 Minuten täglich – ISBN: 978-3-442-34165-8, Arkana Verlag, München

Welche Beziehung habe ich zu meinem Umfeld?

Welche Beziehung habe ich zu meinem Umfeld?

An sich zu glauben bedeutet,
sich zu vertrauen.

Wir haben Freunde und Bekannte. Natürlich auch Eltern und Geschwister. Wir haben Kollegen und Vorgesetzte. Manche fördern und unterstützen uns. Andere bremsen uns und trauen uns nur wenig zu. Manche stellen nur Forderungen an uns oder neigen zu Übergriffen. Andere spenden Trost.

Bild zu welche Beziehung habe ich zu meinem Umfeld?Vielen von uns ist nicht bewusst, wie gross der Einfluss anderer Menschen ist. Wir reagieren immer nur irgendwie. Und betrachten uns als Opfer der Umstände. Dabei gibt es immer zwei Seiten. Es gibt die anderen, die etwas mit dir machen. Und es gibt dich, der etwas mit sich machen lässt.

Minute 1-4:
Zeichne dich in die Mitte eines weissen Blattes. Zeichne nun all die Menschen die dir etwas bedeuten oder dich beeinflussen, um dich herum ein. Betrachte nun ganz bewusst, in welcher Beziehung du zu jedem Einzelnen stehst. Ist das ein Mensch, der dich fördert? Bekommst du von ihm das, was du brauchst? Hast du diesen Menschen grösser oder kleiner als dich gezeichnet? Möchtest du dieser Person näher stehen oder dich stärker von ihr abgrenzen?

Minute 5-6:
Zeichne nun zu jeder Person einen verbindenden Strich und gib den jeweiligen Beziehungen eine Eigenschaft. Zum Beispiel: „Hilft mir immer“, „Unterstützt mich“, „Blockiert mich“ usw. Du kannst bei den Verbindungsstrichen auch Farben verwenden. Rot für schwierig, gelb für angespannt, grün für gut usw.

Tipp:
Lass diese Zeichnung die ganze Woche über offen liegen. Schreibe zu jeder Person im Laufe der Zeit dazu, wie sie zu dir steht und mit dir umgeht. So machst du dir bewusst, welche dieser Menschen du in deinem Leben weiterhin haben möchtest und welche nicht.

 

Quelle: Pierre Franckh – Erfinde dich neu in 6 Minuten täglich – ISBN: 978-3-442-34165-8, Arkana Verlag, München